Urlaubstage – Schlemmertage

Natürlich ist es schön, im Urlaub die unterschiedlichen Restaurants zu erkunden und die mediterrane Küche auf unterschiedliche Weise zu genießen. So lernt man auch interessante Küche kennen. Aber das Risiko, auch mal kräftig enttäuscht zu werden und sich als Tourist abgezockt zu fühlen, ist je nach Ort und Umgebung höher. Außerdem belasten die Restaurantbesuche die Reisekasse enorm.

Dagegen hilft: einkaufen gehen und zuhause essen!

Spanische Markthalle
Mercat de la Boquerìa, Barcelona

Einkaufen in fremden Ländern – die Freude am Essen

Ich habe ja schon darüber berichtet, wie schön und spannend es ist, über die Wochenmärkte zu ziehen. Und das tun wir mit wachsender Begeisterung. Viel frisches Gemüse, aber auch Fisch und Fleisch aus der Markthalle, sogar in Bio-Qualität zu haben! Da wird dann später schon mal ein kleines Grillfest daraus.

frisch gegrillt

spanische Leckereien: Olivenöl, Brot, Käse, Wein

Aber auch mit kalten Speisen haben wir uns satt gefuttert: Serrano-Schinken auf Melone, Olivenöl mit Salz und Pfeffer in frisches Baguette getunkt, Wein dazu, Käse, Salami, Oliven, … nirgendwo schmecken die Sachen so gut wie dort, wo sie herkommen!

Wenn wir eine Reise planen, durchsuchen wir natürlich vorher auch das Internet nach Informationen. So finden wir oft genau das, was wir suchen. Für die Wochenmärkte in Katalonien zum Beispiel kann ich diese Seite empfehlen: www.katalonien-netz.de

Die Liste ist aktuell. Besonders die Wochenmärkte am Sonntag in Palafrugell am Sonntag und am Dienstag in Palamós sind empfehlenswert.

Einkaufen – die Gelegenheit zur Begegnung

Etwas gemütlicher, weil kleiner, aber sehr nett ist der Markt am Donnerstag in Calonge. Hier haben wir beim Einkaufen eine sehr nette Begegnung mit dem Verkäufer, der seine Produkte an einer Straßenecke anbot. Wir fragen ihn über sein Angebot aus: “ist das Gemüse bio, (ecológico)? Welcher Wein ist süß (dulce)? So kommt es, dass er uns seine Visitenkarte in die Hand drückt, und siehe da, ein Hof gleich am Rand von Calonge! Es ist Mas Ponsjoan, ein Familienbetrieb, der auch beim Wein ohne viel Chemie arbeitet. Natürlich sind wir kurz darauf dorthin gefahren, um direkt vor Ort einzukaufen. Dabei dürfen wir auch gleich einen Blick in den Weinkeller werfen und erfahren noch viel mehr darüber, wie dort der Wein produziert wird.

Weinkeller Mas Ponsjoan
Weinkeller Mas Ponsjoan

Das ist doch im Vergleich zu einem Supermarkt ein viel schöneres, direkt persönliches Ambiente, um Wein einzukaufen, wenn der Besitzer des Weinguts neben einem steht. Der Wein, nebenbei bemerkt, schmeckt gut. Besonders der Dessertwein ist sehr zu empfehlen.

Spring Wood Farm, Lancaster County
Biohof der Familie Stoltzfoos

Einkaufen – gutes Essen gibt es überall auf der Welt

Auf jeder Urlaubsreise machen wir das so. Auch in USA klappt das prima. Hier einige Beispiele:
in Pennsylvania übernachten wir bei einer mennonitischen Familie. Wir erfahren, dass sie Beziehungen haben zu einem Biohof, der Milch, Käse und Rindfleisch verkauft. Und schon erkundet!
Nicht nur, dass allein die Fahrt durch die reizvolle, landwirtschaftlich geprägte Gegend lohnenswert ist, auch der Besuch führt dazu, dass wir viele regionale, gesunde Produkte einkaufen und selbst zubereiten, anstatt im Restaurant unser teures Geld zu lassen. Ganz davon zu schweigen, dass die Unterhaltung mit Menschen, die dort zuhause sind, einen authentischen Einblick in das Leben dort ermöglicht.

Darüber gibt es noch viele Geschichten, wo und wie wir unsere Lebensmittel einkaufen, bei denen wir oft darauf achten, dass sie landestypisch sind. Hier wurden nun Bratwürste und Bratkartoffeln daraus:

Auf dem Bild rechts gibt es überbackene, mit Frischkäse und Bacon gefüllte Jalapeños. Mit milder Schärfe haben sogar die Kinder kaum genug davon bekommen können! Die Jalapeños haben wir noch auf der Weiterfahrt zu unserem nächsten Ziel an einem Farmstand gekauft.

Wir machen unsere Urlaubstage zu günstigen Schlemmertagen! Es muss nicht jeden Tag ein Restaurant sein. Es darf öfter mal sein, gerade, wenn es darum gehen soll, lokale Spezialitäten kennenzulernen. Aber eben nicht nur.
Abends auf der Veranda zu sitzen, ein Glas Wein (na gut, oder auch Bier) und ein Stück Käse oder Wurst aus der Region dazu, dass ist herrlich! Nirgendwo schmeckt Essen besser als dort, wo es herkommt.

2 Gedanken zu „Urlaubstage – Schlemmertage

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