Olivenöl – katalanisches Gold

Wer in Spanien Urlaub macht, wie wir zum Beispiel in Katalonien, der sieht schon auf der Fahrt durch die Landschaft die Olivenhaine an sich vorbeiziehen.

Olivenhain im Baix Empordá

Und spätestens beim Essen kommt der Gast zwangsläufig mit Olivenöl in Berührung. Aioli, Anchovis, Käse, alles Produkte, die in Katalonien mit Olivenöl zur Delikatesse verwandelt werden. Olivenöl gibt es in vielen verschiedenen Geschmacksvariationen. Es ist ein Naturprodukt und daher so vielfältig wie z.B. Wein.

So wird das wohlschmeckende, milde Olivenöl irgendwann auch zu einem begehrten Mitbringsel. Und bloß nicht im Supermarkt einkaufen! Eines muss klar sein: gutes Olivenöl gibt es nicht zum Spottpreis oder als Massenware. Direkt beim Erzeuger gibt es das Beste, aber der Liter kostet ab 8 Euro. Die legen wir aber gerne dafür an. Und dort wird das Produkt gerne zum Verkosten angeboten. Das ist wichtig, wenn es unterschiedliche Öle gibt.

Can Solivera - das Olivenöl am Probiertisch
Bei Can Solivera – Probieren von mild bis scharf

Oftmals werden auch noch andere Produkte, die aus der Olive hergestellt werden, angeboten. Tapanade, wie die Olivenpaste genannt wird, sei hier genannt. Oder Seifen.

Nur um es noch einmal deutlich zu sagen: ich mache keine bezahlte Werbung! Auch dieser Artikel wird von niemandem gesponsort! Gute Dinge verdienen es aber, erwähnt und bekannt zu werden.

Ich schreibe nur über Dinge, die uns auf unseren Reisen positiv auffallen (manchmal auch negativ, aber nur als Ausnahme). Da wir in den letzten Jahren sehr häufig in Katalonien waren, haben wir die spanische Küche kennen und lieben gelernt. Inzwischen schmecken wir auch die Unterschiede in der Qualität der Speisen im Restaurant und der Dinge, die wir einkaufen. Und darüber schreibe ich in meinen Berichten.

Während einer der ersten Aufenthalte in Katalonien haben wir uns aus der Touristinformation in Palafrugell einen Flyer mitgenommen, in dem einige Ölmühlen im Baix Empordá aufgelistet waren. Eine, die uns bisher am meisten gefallen hat, ist Can Solivera, wo wir auch heute immer mal wieder vorbeischauen.

Can Solivera – die Qual der Wahl

Vor allem das Öl aus der Wildolive nehmen wir gerne mit. Dadurch, dass die Bäume in höheren Lagen wachsen, sind sie frei von Ungeziefer und müssen nicht gegen Schädlinge gespritzt werden. So geht biologischer Anbau ohne viel Aufwand und er ist sogar zertifiziert!

Die nächste Station und wie wir darauf gekommen sind, habe ich bereits im letzten Bericht über Katalonien erwähnt: die Weinkellerei Mas Eugeni in Calonge. Ein sehr feines, geschmackvolles Olivenöl, das im Restaurant Mas Pi in Verges gereicht wird.

Can Sitjas – Olivenöl aus Calonge

Ganz in der Nähe unserer Unterkunft, ebenfalls in Calonge, liegt in der Carrer Puigtavell 1 die Finca von Jacas Vidal, der sein herrliches Öl dort verkauft. Jedes Mal nehmen wir einige Liter nicht nur für uns, sondern auch für unsere Freunde, mit.

Ganz neu und zufällig entdecken wir die neue Mühle von J. Olivier in Corça, etwas außerhalb von La Bisbal. Auf der Fahrt nach Calonge entdecken wir zufällig den Flohmarkt, der allerdings schon abgebaut wird. Wir stoppen spontan und entdecken nebenbei auch noch den Verkaufsladen von “El Trull Alenya”.

Schlicht und unscheinbar, aber eine Ölmühle

Auch hier werden wir zukünftig unsere Einkäufe vervollständigen. Das Olivenöl ist naturtrüb und sehr mild. Es wird auch in hochrangigen Restaurants in der Umgebung verwendet. Die Oliven kommen aus der Umgebung von Toroella de Montrí.

J.Olivier – Olivenöl aus dem Baix Empordá

Die Olivenpaste, ebenfalls aus eigener Herstellung, ist sehr zu empfehlen. Es gibt sie aus schwarzen und aus grünen Oliven, kräftiger oder milder. Wir bevorzugen inzwischen die kräftigere Variante. Sehr lecker!

Diesen Artikel werde ich ergänzen, wenn wir weitere katalanische Ölmühlen erkunden und für gut befinden.

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